Dr. Karin Germerdonk

Biographisches

Mein Name ist Dr. Karin Germerdonk.

Seitens meiner Mutter bin ich Teil der märkischen Adelsfamilie Ribbeck, d.h. genau der Familie, die Theodor Fontane in einem seiner berühmtesten Gedichte verewigt hat.

Bauhaus-Gründer Walter Gropius ist mein Großonkel mütterlicherseits, er war verheiratet mit Alma Mahler, der Witwe Gustav Mahlers.

Für Fußball-Interessierte: Ex-Bundestrainer Erich Ribbeck gehört auch zur Familie.

Mein Vater Prof. Dr. Ing. Rolf Germerdonk hatte bis zu seiner Emeritierung den Lehrstuhl Verfahrenstechnik, Bereich Maschinenbau, an der Universität Kaiserslautern geleitet.

Ich habe einen ganz anderen Studiengang gewählt, den der Geisteswissenschaft (Musikwissenschaft, Germanistik und Philosphie), und schließlich im Fach Musikgeschichte promoviert. Mein Thema: „Sinfonie und Poème. Philosophische Betrachtungen eines gattungsgeschichtlichen Wechselspiels im Werk Alexander Skrjabins“. Nach Abschluss des Studiums an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau und an der Universität zu Köln habe ich im Rahmen eines Volontariats für Musikjourna-lismus bei Klassik Radio Hamburg gearbeitet. Als ausgebildete wissenschaftliche Dokumentarin habe ich für das Bach-Archiv Leipzig die internationale Johann-Sebastian-Bach-Bibliographie der Jahre 1991–1995 erstellt, bei der ich die Systematik aktualisierte. Diese Bibliographie ist im Jahr 2000 im Bach-Jahrbuch erschienen.

2005 entschloss ich mich für ein Leben in Frankreich und zur Etablierung meines eigenen Lektorats. Die Zeit in Frankreich ermöglichte mir die Vertiefung meiner Kenntnisse von Land und Leuten sowie meiner Sprachkenntnisse.

Aufgrund der in der letzten Zeit fast alltäglichen Berichterstattung über antisemitische Vorkommnisse in Deutschland, vor allem in Berlin, der schrecklichen Ereignisse in Chemnitz, Halle und Hanau, der Ermordung des Regierungspräsidenten Walter Lübcke in Kassel habe ich mich entschlossen, als Zeichen gegen den leider immer stärker werdenden Antisemitismus, das Forum „Alma Rosé“ zu gründen.

Das Land mit einer so demokratischen und offenen, ja toleranten gesellschaftlichen Verfassung zeigt auf einmal eine hässliche Fratze. Immer schon gab und gibt es alte und neue Nazis nach 1945 beiderseits der Mauer. Aber dass sich diese braune Brut so frech und offensiv aus ihren Löchern hervorwagte und dann auch noch ein so großer Prozentsatz der bundesdeutschen Bevölkerung hinter sich „vereinigt“, das lässt einen doch fassungslos zurück.

Doch allein den von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Menschen und ihrem Schicksal zu gedenken, ihre Werke zu spielen, reicht eben nicht mehr aus. Jeder muss seinen Teil, und sei er noch so klein, dazu beitragen, dass gleiches nie mehr geschieht.

Forum Alma Rosé

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